FZS
Geschrieben von: Andreas Marx
Auf dieser Seite findet ihr Informationen zu der Interessenvertretung des freien zusammenschluss von studenInnenschaften (FZS). Näheres zum fzs findet ihr unter, www.fzs.de/
Die studierendenschaft der Unversität hildesheim, ist seit dem WS 2009/10 nicht mehr Mitglied im fzs, zu Erklärung soll der folgende Text dienen.
Diesen Mittwoch haben die Studierendenvertreter der Universität Hildesheim auf der Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) beschlossen, aus dem deutschen Dachverband „freier zusammenschluss von studentInnenschaften“ (fzs) auszutreten.
Nach längeren Diskussionen bot der AStA der Universität dem Vorstand des fzs die Möglichkeit, die Zweifel am Verband auszuräumen. Anja Gadow war als Mitglied des Vorstands zur entscheidenden Sitzung des Studierendenparlaments eingeladen. Sie konnte jedoch die Bedenken der Hildesheimer nicht beseitigen.
Die Studierendenvertreter der Universität Hildesheim können sich mit dem momentanen Aufbau des Dachverbandes und den gesetzten Prioritäten nicht identifizieren. So ist die mangelnde Transparenz bei Entscheidungen innerhalb des Verbandes ein großes Manko, das noch dadurch auf die Spitze getrieben wird, dass Beschlüsse aus der Mitgliederversammlung vom Vorstand übergangen werden.
Der finanziell angeschlagene Verband verliert mit dem Austritt weitere monetäre Mittel. Daniel Nolting, Referent für Hochschulpolitik im AStA der Universität Hildesheim: „Es ist nicht vermittelbar, warum Mitgliedsbeiträge für einen Verband bezahlt werden sollen, der inhaltlich seit einiger Zeit nicht mehr arbeitet, sondern vielmehr zu einem Spielball parteipolitischer Interessen und als „Profilierungsebene“ gesehen wird.“ Eine parteipolitische Organisation des fzs wies Gadow zwar zurück, die Studierendenvertreter der Hildesheimer Universität sahen dies jedoch anders.
Auf Mitgliederversammlungen und Ausschuss-Treffen des fzs wurde im letzten Jahr verstärkt versucht, durch Anträge zur Um- und Neustrukturierung die strukturellen und zuletzt auch persönlichen Probleme des Verbandes zu beseitigen. Alle Reformanträge wurden aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Andreas Marx, Referent für Hochschulpolitik: „Allen Mitgliedern im Verband ist klar, dass etwas an den Strukturen geändert werden muss. Es gibt kaum noch inhaltliche Arbeit, doch niemand möchte sich die Mühe machen, etwas zu ändern.“
Die studentischen Vertreter der Universität Hildesheim haben sich in den letzten Jahren stark in verschiedenen Positionen und Ausschüssen im Verband engagiert. Zuletzt war mit Sarina Schäfer auch eine Hildesheimer Studentin Mitglied des vierköpfigen Vorstandes. Doch nun wollen die Hildesheimer Studierendenvertreter in Zukunft ihr Engagement auf Projekte wie das „Aktionsbündnis gegen Studiengebühren“ (ABS) oder die Landes-Asten-Konferenz konzentrieren. Bundesweite Vernetzung bleibt oberstes Ziel, eine Rückkehr zum fzs ist, wenn Änderungen vorgenommen werden, nicht ausgeschlossen. Katja Ruhland, Referentin für Koordination und Kommunikation: „Selbstverständlich werden sich die Studierenden der Universität Hildesheim weiterhin vernetzen und für eine studentische Interessenvertretung auf Bundesebene arbeiten. Mit der richtigen Struktur sind wir auch gerne dazu bereit, Engagement und Verantwortung in einem solchen Verband zu übernehmen.“
Die Universität Hildesheim ist nicht die erste Hochschule, die den Verband verlässt. In den vergangenen beiden Jahren sind unter anderem die Universitäten Jena, Gießen, Marburg, Frankfurt/Main, HAW Hamburg, die Technische Universität Chemnitz und die Uni Potsdam ausgetreten. Der fzs vertritt damit Studierende an 76 von 394 deutschen Hochschulen.