LAK
Geschrieben von: Andreas Marx
Die LandesAStenKonferenz Niedersachsen versteht sich als demokratischer
Zusammenschluß niedersächsischer Asten zur Koordination und Vertretung ihrer
Studierenden in Niedersachsen gemäß §20 NHG(1) und §41 HRG in allen gesellschaftlichen
und politischen Belangen. Sie sieht sich als Teil der verfassten Studierendenschaft und setzt
sich für deren Erhalt ein.
Wir lehnen Studiengebühren in jeglicher Form grundsätzlich ab. Studiengebühren
sind sozial nicht verträglich, da sie den Zugang zur Bildung einschränken und vom
finanziellen Hintergrund sowie der Einflussnahme der Eltern auf die Studienwahl abhängig
machen. Auch kreditfinanzierte Modelle und nachgelagerte Studiengebühren schrecken von
der Aufnahme eines Studiums ab und führen zu hochverschuldeten AbsolventInnen. Hiervon
sind in besonderem Maße bildungsferne Schichten betroffen.
Die LAK tritt für das politische Mandat ein. Die Mitbestimmung der Studierenden in
hochschulpolitischen und gesellschaftlichen Fragen lässt sich nur im Rahmen der
unabhängigen verfassten Studierendenschaft verwirklichen. Die Hochschulen spielen eine
zentrale Rolle für die gesellschaftliche Entwicklung. Die studentische Selbstorganisation
fördert die politische Bildung an den Hochschulen.
Weitere Kürzungen im Hochschulbereich lehnen wir kategorisch ab. Bereits die massiven
Einsparungen des sogenannten „Hochschuloptimierungskonzepts“ haben weitreichende
negative Folgen für die niedersächsische Hochschullandschaft; sie ist schon heute deutlich
unterfinanziert. Durch weitere Kürzungen würde die Aufrechterhaltung des
Hochschulbetriebs mehr als in Frage gestellt und die Qualität von Lehre und Forschung an
den niedersächsischen Hochschulen nachhaltig verschlechtert. Jede weitere Reduzierung
der Fächervielfalt oder Qualität an den Hochschulen ist inakzeptabel. Neuerliche
Einsparungen würden zudem konträr zu den Aussagen des Ministers Stratmann stehen und
somit einen Vertrauensbruch darstellen.
Wir weisen noch einmal darauf hin, dass durch weitere Kürzungen im
Hochschulsektor nicht nur die dringend benötigte Ausbildungsqualität reduziert würde
sondern wir verstehen vielmehr die Hochschule als Ort an der Bildung als höchstes Gut einer
Gesellschaft vermittelt wird. Bildung befähigt eine Gesellschaft langfristig zur kritischen
Reflexion und den/die Einzelne zu einer emanzipatorischen Denkweise.